Also lass uns Kokosöl und die Anwendung anschauen:
Wofür kann man Kokosöl verwenden?
Bevor ich insDetail gehe: Kokosöl und seine Anwendung ist ein echtes Multitalent, das in drei Hauptbereichen glänzt:
In der Küche – Zum Braten, Backen und Verfeinern von Speisen mit seinem exotischen Aroma
In der Körperpflege – Als natürliche Feuchtigkeitscreme für Haut und Haare, Make-up-Entferner und Haarkur
Im Haushalt – Für verschiedene Pflegeanwendungen und als natürliche Alternative zu chemischen Produkten
Das besondere an Kokosöl ist seine einzigartige Fettsäurezusammensetzung mit Laurinsäure, die ihm antibakterielle Eigenschaften verleiht und es bei Raumtemperatur fest, bei Wärme aber flüssig werden lässt. Das macht es wahnsinnig vielseitig und variabel in der Anwendung!
Perfekt für alle, die auf natürliche und vielseitige Produkte setzen möchten und Kokosöl in seiner Anwendung austesten.
Möbel polieren
Es ist Sonntag, der Haushaltsputz steht an und es ist keine Möbelpolitur mehr am Start – dann wird es Zeit für unser Putzmittel der Extraklasse: Kokosöl ist ein sehr effektives organisches Möbelpoliturmittel. Damit erweckst du glanzlose Möbel und Holzgegenstände ohne schädliche Chemikalien wieder zum Leben.
Wische zunächst die Oberfläche mit einem Mikrofasertuch ab, um Staub und Schmutz zu entfernen. Das ist wirklich wichtig, da es sonst schmierig und schwierig wird! Trage dann mit einem sauberen Tuch natives Kokosöl auf und reibe das Holz in kreisenden Bewegungen ein. Nach 15 – 30 Minuten Einwirkzeit, kann die Oberfläche dann mit einem trockenen, sauberen Tuch poliert werden, um den natürlichen Glanz wiederherzustellen.
Achtung: Arbeite vorsichtig mit dem Kokosnussöl, denn dieses kann klebrig sein und Staub anziehen. Verwende Kokosöl niemals auf unversiegelten oder porösen Holzstücken. Dort kann das Öl nämlich zu tief in das Holz eindringen und Unebenheiten auf der Oberfläche hinterlassen.
Edelstahl auffrischen
Kokosöl kann ein wunderbares Mittel für die Reinigung von Edelstahl sein, insbesondere wenn dort Fingerabdrücke oder Flecken am Start sind. Als Erstes solltest du den Edelstahl mit Wasser und Spülmittel reinigen, um den Schmutz zu entfernen. Dann gibst du eine kleine Menge Kokosnussöl auf ein Mikrofasertuch und reibst damit jede Edelstahloberfläche ein. Und schwupps, schon glänzt dieses wieder.
DIY Diffusor
Befülle eine kleine Vase oder ein Gewürzglas mit zwei Löffeln flüssigen Kokosnussöl und gebe 20 bis 30 Tropfen ätherisches Öl hinzu. Stecke Bambus- Stäbchen in diese Mischung und drehe diese alle paar Tage um, um einen anhaltenden Duft zu erhalten. Optimal für Schreibtische, das Badezimmer oder für den Eingangsbereich. Das Kokosöl dient als Träger, so dass die ätherischen Öle mit der Zeit sanft in den Raum diffundieren können.
Haar Conditioner
Kokosöl wirkt bei Haaren wie ein Wundermittel: Es spendet Feuchtigkeit, pflegt trockene Spitzen und macht das Haar seidig weich, und das ohne chemische Zusätze oder synthetische Duftstoffe.
Erwärme einen kleinen Löffel Kokosöl zwischen deinen Händen, bis es flüssig ist. Massiere das Öl dann großzügig in die Spitzen ein und arbeite dich bis zum Mittelscheitel vor. Vermeide allerdings, das Öl zu nah am Haaransatz oder auf der Stirn aufzutragen, um verstopfte Poren zu vermeiden. Lasse es 30 Minuten bis eine Stunde einwirken, bevor du es mit Wasser und Shampoo ausspülst, damit alle Rückstände entfernt sind.
Achte darauf, dass du nicht zu viel auf einmal verwendest, nicht dass du wie ein Ölmonster aussiehst 😉
Tipp für die Tollpatsche unter uns: In der Dusche vorsichtig mit der Verwendung von Kokosöl sein, weil es den Boden rutschig machen kann.

Scharniere schmieren
Kokosöl ist dicker als Mineralöl und haftet daher besser an vertikalen Oberflächen wie Türscharnieren. Ganz einfach mit einem Wattestäbchen oder einer alten Zahnbürste auftragen, um klebrige und quietschende Scharniere zu beseitigen.
Küchenutensilien pflege
Richtig gehört, Kokosöl kommt im Küchenkontext nicht nur in die Pfanne. Seine Verwendung ist eine nachhaltige Methode zur Restaurierung und Pflege von Küchenartikeln aus Holz wie von Schneidebrettern, Löffeln und Salatschüsseln. Kokosnussöl pflegt das Holz, bringt seine natürliche Maserung zur Geltung und verhindert, dass das Holz austrocknet, Risse bekommt oder sich verzieht.
Wasche den Gegenstand zunächst mit warmem Seifenwasser. Spüle ihn gut aus und lasse ihn vollständig trocknen. Nimm dann ein fusselfreies Tuch und reibe eine kleine Menge natives, unraffiniertes Kokosnussöl in kreisenden Bewegungen in das Holz ein. Nachdem das Öl mindestens eine Stunde lang eingewirkt ist, kannst du das überschüssige Öl mit einem sauberen, trockenen Tuch abreiben, bis sich die Oberfläche nicht mehr fettig oder ölig anfühlt.
Klebereste entfernen
Das ist eine der unbekanntesten Anwendungen von Kokosöl: die Herstellung eines Klebstoffentferners. Mische gleiche Teile geschmolzenes Bio-Kokosnussöl und lebensmittelechtes Natriumbicarbonat(Natron). Nachdem das flüssige Öl abgekühlt ist, füge einige Tropfen ätherisches Zitronen- oder Orangenöl hinzu und bewahre es in einem Glasgefäß auf.
Diese Mischung reibst du dann auf die Klebereste, welchen der Garaus gemacht werden soll und lasse es bis zu fünf Minuten einwirken. Wische das Ganze dann mit einem Handtuch und heißem Wasser ab. Es ist schnell zusammengemixt, besteht aus nur drei Zutaten und ist giftfrei. Was will man mehr?
Rostfreie Gartenwerkzeuge
Metallklingen, wie Gartenscheren oder Sicheln, vor Rost schützen: Nach der Reinigung mit einer kleinen Menge Kokosöl abwischen, dabei hilft ein erbsengroßer Tropfen auf einem Lappen bei der Versiegelung und Pflege ohne scharfe Chemikalien. As easy as that.
Mundhygiene
Ölziehen ist eine ayurvedische Mundhygienepraxis, bei der man mehrere Minuten lang Kokosnussöl im Mund spült, um Bakterien, Plaque und Giftstoffe zu entfernen. An sich ist dafür jedes Speiseöl geeignet, aber Kokosnussöl wird aufgrund seines milden Geschmacks, seiner antibakteriellen Eigenschaften und seiner geschmeidigen Konsistenz bevorzugt. Ein wenig Spaß soll es ja doch machen. 😉
Und so funktioniert es: Schnappe dir einen Teelöffel reines, natives Kokosnussöl, befördere diesen in den Mund und spüle das Öl einige Minuten lang sanft im Mund herum. Beginne am besten mit drei Minuten und arbeite dich zeitlich langsam von Mal zu Mal bis zu 15 Minuten hoch. Spucke das Öl anschließend in einen Abfalleimer (um die Rohrleitungen in Ihrer Wohnung zu schützen) und spüle den Mund gründlich mit warmem Wasser aus. Anschließend putzt du dir, wie gewohnt, die Zähne mit Zahnpasta.
Hinweis: Achte darauf, das Öl im Mund nicht zu stark hin und her zu schütteln, denn das kann zu Kieferschmerzen führen.
Ölziehen ist kein Ersatz für Zähneputzen oder Zahnseide. Es ist besonders bei Kindern Vorsicht geboten, da sie das Öl leicht verschlucken könnten.

Kokosöl Anwendung: der letzte Punkt Für gestresste Hundepfoten
Eine kleine Menge Kokosöl auf den Pfotenballen deines Hundes einmassieren – das genügt schon, um die beanspruchte Haut optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen. So schützt du vor rissigen, trockenen Stellen und beugst Verletzungen vor. Besonders in der Winterzeit ist diese natürliche Pflege ideal, wenn Streusalz und Kälte den Pfoten deines Vierbeiners zusetzen.
Aber Achtung:Die Pfoten dürfen nicht zu fettig werden, da die Tiere sonst ausrutschen!

Übrigens:Wenn du dich für natürliches putzen interessierst, dann schau doch mal, ob mein Buch nicht was für dich ist:


