Mir passiert es richtig oft: Gläser kippen um. Einfach so 😉 Und meist mit ordentlich Inhalt. Und meist auf Papier – am liebsten auf ein Buch. Wie kann ich das nasse Papier retten?
Während meines Studiums habe ich gelernt (ich hab Verlagswesen studiert): Wasser ist schlimmer als Feuer!
Nasses Papier ist kaum zu retten.
Die erste Hilfe? Ab ins Gefrierfach! Das nasse Buch muss sofort hinein, denn die Kälte zieht die Feuchtigkeit aus den Seiten.
Wie funktioniert dieser Trick, um nasses Papier zu retten?
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Kältetransport: Durch die tiefen Temperaturen gefriert die Feuchtigkeit im Buch. Das Wasser verwandelt sich in Eis und erweitert sich dabei. Das Eis hat eine andere Struktur als flüssiges Wasser und kann die Fasern weniger schädigen.
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Verdunstung: Während das Buch gefriert, haben die Papierfasern die Möglichkeit, die Feuchtigkeit abzugeben, ohne dass sie dabei weiterhin in Kontakt mit dem Wasser bleiben. Dies verhindert, dass das Papier weiterhin durchfeuchtet und beschädigt wird.
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Langsame Trocknung: Im gefrorenen Zustand kann das Buch langsamer und kontrollierter auftauen. Dadurch hat das Papier eine bessere Chance, seine ursprüngliche Form und Struktur zurückzugewinnen, wenn es auf natürliche Weise trocknen darf.
So bleibt das Buch wenigstens gerettet, selbst wenn der Schreck bleibt.